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Praktische Messung "Sound and Vibration Assistant"

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Hallo,

 

ich möchte eine Maschine hinsichtlich Geräuschemissionen untersuchen. Dazu soll mit Hilfe der Norm DIN EN ISO 11201 der Emissions-Schalldruckpegel gemessen werden. Als Messhard- und software stehen mir folgende Komponenten zur Verfügung:

Software:

- LabVIEW 2010
- Sound and Vibration Assistant 2010
- Windows 7

Hardware:
- NI 9234 Messsystem mit NI USB-9162
- Kondensator-Mikrofon
- Laptop

Ich möchte mit dem "Sound and Vibration Assistant" ein Oktavspektrum bzw. ein 1/3-Oktavspektrum -> Terzspektrum aufnehmen. Dazu sind mir ein paar Fragen aufgekommen.

- Laut Norm beträgt die Messdauer bei Messungen in Oktav-Terzbändern 30s für die Frequenzbänder mit Mittenfrequenzen von 160 Hz und niedriger sowie 15s für die Frequenzbänder mit Mittenfrequenzen von 200 Hz und höher.

  • Wenn ich alglemein eine Messung starte ändert sich jede Sekunde bei einer Sample-Rate von 51,2k und den zu lesenden Samples von 51,2K das gesamte Spektrum. Also jede Sekunde ein neues Ergebnis. Wenn ich also 30 Sekunden Messe, heißt es dann, dass ich aus 30 Ergebnissen (Pro Ergebnis ein gesamtes Terzspektrum) den Mittelwert bilden kann bzw. muss?
  • Wie sollte ich dann die unterschiedlichen Aufnahmedauer auf die Frequenzbänder anwenden? Sollte ich die höchste Frequenz und niedrigste Frequenz einstellen und dann entsprechend der vorgegebenen Zeit messen?


- Laut Norm sollte für jedes Frequenzband eine Pegeldifferenz von mind. 10dB zum Umgebungsgeräusch vorhanden sein.

  • Also ich messe z.B. das Hintergundgeräusch über 30 Sekunden. Bilde dann für jedes Frequenzband über 30 Werten den Mittelwert. Das gleiche mache ich dann bei Betrieb der Maschine. Kann ich dann die dB-Werte direkt miteinander vergleichen sprich die Differenz bilden um zu sehen ob die Pegeldifferenz größer oder kleiner 10dB ist oder muss ich eine Logarithmische Pegelsubtraktion durchführen? nach der Formel Lres=10*lg(10^0,1*L1-10^0,1*L2) z.B.?

 

- Wenn ich den äquivalenten Dauerschallpegel Leq messen möchte, wo die Gesamtmessdauer in die Formel mit einfließt, wird dann der Mittelungspegel über eine Sekunde bei einer Sample-Rate von 51,2k und den zu lesenden Samples von 51,2K berechnet oder ist das Ergebnis über die ganze Messzeit (wieder 30 Sekunden z.B.) berechnet worden? Oder sollte ich aus den einzelnen werten eine weitere Mittelung durchführen?



Viele Grüße

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Message 1 of 4
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Solution
Accepted by topic author voyage200

Hallo Voyage200,

 

Wenn ich alglemein eine Messung starte ändert sich jede Sekunde bei einer Sample-Rate von 51,2k und den zu lesenden Samples von 51,2K das gesamte Spektrum. Also jede Sekunde ein neues Ergebnis. Wenn ich also 30 Sekunden Messe, heißt es dann, dass ich aus 30 Ergebnissen (Pro Ergebnis ein gesamtes Terzspektrum) den Mittelwert bilden kann bzw. muss?

 

-> Sollte der Arbeitsspeicher groß genug sein wäre es auch denkbar das Signal 30 Sekunden gepuffert mit dem Erzeuger-Verbraucher-Entwurfsmuster einzulesen und anschließend die Analyse durchzuführen.

 

Wie sollte ich dann die unterschiedlichen Aufnahmedauer auf die Frequenzbänder anwenden? Sollte ich die höchste Frequenz und niedrigste Frequenz einstellen und dann entsprechend der vorgegebenen Zeit messen?


-> Ja -> als Tipp am Anfang mit den Express VI's und einfachen Beispielen arbeiten. Anschließend performant mit den Low-Level-VI's programmieren.

 

Ich hoffe diese Antworten helfen Ihnen weiter

und verbleibe mit freundlichen Grüßen

 

Lorenz Casper

 

 

 

 

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Message 2 of 4
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Vielen Dank für deine Antwort!

 

Ich hätte noch eine Frage bzgl. der Messhardware. Die Norm nach der ich arbeite verlangt die Erfüllung der Anforderung an das Messgerät nach der Klasse 1 nach IEC 61672-1:2002 und die Erfüllung der Anforderung an die Filter nach IEC 61260:1995. Wenn man sich jetzt so einen "Integrierenderenden Schallpegelmesser"  anschaut, ist laut Hersteller eine Erfüllung der Messnormen gegeben. Das macht die Sache einfach. Wie verhält es sich mit meiner Messhardware bzw. Software:

 

- Messmikrofon: PCB Piezotronics 130E20

- NI 9234 Messsystem mit NI USB-9162

- Sound and Vibration Assistant 2010 bzw. Toolkit

 

Kann ich davon ausgehen, dass eine Einhaltung der Normen IEC 61672-1:2002 und IEC 61260:1995 mit meinen Komponenten gewährleistet ist? Bei der Kalibirerung des Mikrofons sind keine Abweichungen bei 94 dB bei 1000 Hz vorhanden. Also ich messe das richtige.

 

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Message 3 of 4
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In diesen Fragen kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.

Eventuell hilft Ihnen ein Eintrag in ein Audio-Forum weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Lorenz Casper

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Message 4 of 4
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